Westend Ottensen, Hamburg
Leistungsphasen nach HOAI § 73, Leistungsphasen 1 bis 3 sowie LP 8 sowie Facility Management
Vor-
und Entwurfsplanung für ein Stadtquartier mit 10 Gebäudeeinheiten für
die Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik.
Die Gebäude bestehend aus 144 gewerblichen und 103 Wohneinheiten.
Bruttogeschossflächen:
Tiefgarage ca. 20.000 m².
Häuser A-K ca. 32.960 m²
Außenanlage ca. 5.000 m²
Durchgeführte Gewerke
Heizungstechnik: Zentrale Heizungsanlage mit Verteilung in der Tiefgaragenebene zu allen zehn Häusern mit Einzelübergabestationen, M-Bus-Messungen, komplette Auskopplung der Wärme über Fußbodenheizung; hier auch bei Doppelboden mit speziell niedrigem Aufbau (10,5 mm Rohrleitungsdurchmesser).
Lüftungstechnik:
Die gesamte Tiefgarage wird über eine RWA-Anlage mit CO2-Steuerung
entlüftet. Die Nebenräume haben separate Zu- und Abluftanlagen sowie
die Müllräume, die zum Teil klimatisiert werden.
Alle Häuser haben eine zentrale Unterdruckentlüftung für WC- und Küchenbereiche und Teeküchen.
Einzelbereiche
mit erheblicher Wärmelast werden zusätzlich mit eigenen Lüftungsgeräten
be- und entlüftet. Diese alle mit Wärmerückgewinnung und dort wo hohe
Feuchtelasten anfallen, sogar mit Wärmepumpen.
Sanitärtechnik:
Die Brauchwassererwärmung erfolgt für die Wohnbereiche über eine
zentrale Anlage, für die Gewerbebereiche über elektronisch geregelte
Durchlauferhitzer dezentral. Eine thermische Desinfektionsanlage ist
eingebaut sowie auch eine UV-Anlage zur Zerstörung der Keime.
Kältetechnik:
Kaltwassersatz, Leistung 500 kW, eingekoppelt in das Wärmesystem mit
einer parallelen Leitung, Anschluss an die einzelnen Häuser, Kühlung
der Gebäude über die Rohre der Fußbodenheizung im Sommer,
Entzugsleistung bis 25 W/m².
Das
Haus H wurde mit einer kompletten Klimatisierung wegen der erheblichen
Größe der Glas-Außenfassade ausgestattet. Hier wurde aber der
sommerliche Wärmeschutz berücksichtigt und die Leistung dadurch
reduziert.
Sprinklertechnik:
Die Anlage ist für das komplette zwei Tiefgaragenebene (ca. 20.000 m²
mit drei Brandabschnitten) ausgelegt. Hierzu gehört auch ein
Notstromaggregat mit einer Leistung von 150 kW sowie eine Dieselpumpe.
Elektrotechnik:
Das Gebäude wird über zwei 630-kVA-Trafos versorgt, über eine Hoch- und
Mittelspannungsstation. Von hier aus wird in den Tiefgaragenbereich die
komplette Elektroversorgung zu den einzelnen Häusern vorgenommen, wo es
jeweils wieder Zähler und Verteilungen gibt für die einzelnen Kauf- und
Mietbereiche und Allgemeinbereiche. In dem ganzen System sind noch
Brandmeldeanlagen, Beschallungsanlagen, Blitzstromschutzeinrichtungen,
Überspannungsschutzeinrichtungen entsprechend den neustens Vorschriften
installiert, da hier erhebliche Aufwendungen für IT-Firmen durchgeführt
wurden und eine komplette, separate EDV-Verkabelung für jeden Wohn- und
Mietbereich.
Beleuchtung:
Die komplette Fassaden- und Außenbeleuchtung sowie Eingangs-bereiche
werden zentral über ein Lichtsteuersystem gesteuert, welches bestimmte
Stimmungen, je nach Nutzungsart, schalten kann.
